USA

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Superlative und harte Gegensätze bilden in den USA zwei Seiten einer Medaille. Zwischen Atlantik und Pazifik leben über 331 Millionen Menschen in 50 Staaten. Die USA sind zwar das Land mit den meisten Milliardären, zugleich aber ist die Armutsrate des Einwanderungslandes eine der höchsten in der westlichen Welt. Das sprichwörtliche „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ spiegelt sich im internationalen Erfolg von Amazon und Google oder im ersten Elektro-Serienfahrzeug mit Batteriezellen-Akku von Tesla wider. Gleichzeitig sind die USA nach China der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen und gelten als äußerst anfällig für Populismus. Dennoch fasziniert der amerikanische Traum auch heute Menschen in aller Welt. Die zupackende Mentalität, eine offene, multikulturelle Gesellschaft und das Versprechen, Raum für persönliche Entfaltung zu gewähren, wirkt wie ein Magnet.

Sprache

Für vier von fünf Menschen in den USA ist Englisch, das in allen Bundesstaaten als Verkehrssprache genutzt wird, Erstsprache. Zugleich belegen die USA Platz zwei nach Mexiko, wenn es um Spanisch als Muttersprache geht. Und 37 Prozent der Bevölkerung stammen aus Asien. Wer mit seinem Schulenglisch kämpft, braucht keine Sorge zu haben. Im Schmelztiegel USA variiert je nach ethnischer und regionaler Herkunft der Umgang mit Grammatik und Intonation ohnehin stark. Hier ist man einen improvisierten Umgang mit Sprache gewohnt und reagiert mit Wohlwollen und Verständnis. Apropos Aussprache: Im Unterschied zum britischen Englisch klingt das Amerikanische breiter und Silben werden vielfach verschluckt.

Essen

Ob süß oder deftig – Hauptsache reichhaltig: Gebratene Eier mit Bohnen und Speck, aber auch Pancakes (Pfannkuchen) mit Ahornsirup zählen zu den Lieblingsgerichten in den USA. Während das Lunch typischerweise eher klein gehalten und in der Mittagspause häufig „to go“, also zum Mitnehmen, verzehrt wird, darf das Abendessen gern üppig ausfallen. Fast Food- und Barbecue-Fans kommen hier auf ihre Kosten: Neben Burgern in allen Variationen kommen in den USA Steaks und Kartoffeln und immer öfter auch Fisch und Gemüse auf den Grill. Je nach Region dominiert die Tex-Mex-Küche mit Mais, Bohnen und Chilli oder die aus den Südstaaten stammende kreolische Küche, in der Curry, Meeresfrüchte und scharfe Gewürze kombiniert werden.

Geschichte

Seit 13 englische Kolonien auf dem heutigen Staatsgebiet der USA 1776 ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erklärten, gilt dieses Datum als Gründungsjahr der Vereinigten Staaten von Amerika. Deren Verfassung, die 1791 durch die Bill of Rights ergänzt wurde, steht für die älteste Demokratie der Neuzeit. In diesem föderalen und präsidentiellen System, das weitgehend ohne Parlamentarismus auskommt, wählt das Volk die Exekutive direkt – personifiziert durch den Präsidenten. Für eine gegenseitige Kontrolle der Staatsorgane soll ein System der „Checks and Balances” sorgen.

Währung

Ohne Kreditkarte kommt man im Land des US-Dollars, auch „Buck“ genannt, nicht weit. Ob es um Hotel- oder Restaurantkosten geht, die Mietwagenkaution oder das Flugticket: In den Staaten gilt bargeldlose Zahlung als gesetzt. Auch Rechnungen für ärztliche Behandlungen können ausschließlich mit VISA, Mastercard, American Express oder Diners Club beglichen werden. Die in Europa übliche Maestro-Karte dagegen wird nur selten akzeptiert und sorgt für hohe Gebühren am Geldautomaten. Weil die Gabe von Trinkgeld in den Lohn eingerechnet ist, gilt ein 15- bis 20-prozentiger Aufschlag, der auch in bar willkommen ist, als ungeschriebenes Gesetz. Ausnahmen bilden Supermärkte, Tankstellen und die Hotelrezeption.

Landschaft & Kultur

Die drittgrößte Nation der Welt erstreckt sich über sechs Zeit- und Klimazonen und sorgt auch bei den Sehenswürdigkeiten für Superlative: So ist der Yellowstone-Nationalpark, der Wapiti-Hirsche, Grizzly-Bären, Bisons und Kojoten beheimatet, der weltweit älteste Park seiner Art. Und weil an der Grenze zwischen dem Staat New York und der kanadischen Provinz Ontario 2,2 Millionen Liter Wasser pro Sekunde auf spektakuläre Art die Felsen hinabstürzen, gelten die Niagarafälle als die berühmtesten Wasserfälle der Erde. In Manhattan sorgen 541 Meter für den höchsten Wolkenkratzer der Staaten, wo einst die Doppeltürme des World Trade Centers standen. Heute bietet das „One World Trade Center“ den besten Blick auf New York.

Sport & Freizeit

Dass Sport in den USA eine Hauptrolle spielt, zeigt sich bei der Bewerbung an Colleges und Unis: Ein besonderes Talent im Basketball, Fußball oder Schwimmen ist willkommen. Wie sehr der Sport in den USA zur Popkultur gehört, ist beim Super Bowl – dem Höhepunkt der jährlichen American-Football-Saison mit großem Halbzeit-Livemusik-Event – erlebbar. Wer in der Halbzeit-Show beim Finale der National Football League (NFL) auftritt, hat allein in den USA ein Publikum von über 100 Millionen Menschen. Beliebt sind darüber hinaus Base- und Volleyball, Hockey, Rugby, Tennis und Golf sowie Leichtathletik. In ihrer Freizeit zieht es viele Amerikaner in die Natur: zum Campen, Wildwasser-Rafting und zu Kanu-Touren. Und während viele Ski- und Snowboardfahrer in die Rocky Mountains und an den Lake Tahoe fahren, bieten die Küsten von Kalifornien und Hawaii Windsurfing- und Segel-Fans ideale Bedingungen.

Funfacts

Fördermöglichkeiten

Für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten:

PPP – Parlamentarisches Patenschaftsprogramm: für Schüler*innen zwischen 15 und 17 Jahren (Schulformunabhängig)

+ zahlreiche High-School-Programme diverser Anbieter mit eigenen Stipendienangeboten für Schüler*innen zwischen 15 und 18 Jahre (Schulformunabhängig)

Für Jugendliche (außerschulisch):

Jugendprogramm des VDAC: deutsch-amerikanische Jugendbegegnungen und Jugendreisen

+ zahlreiche USA-Programme diverser Anbieter für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahre (Schulformunabhängig)